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Interview: «Wir kuratieren mit Liebe.»
Frau Dr. Schwander, was unterscheidet einen kuratierten von einem zufällig gefundenen Hueresohn?
Die Konsistenz. Wir suchen Profile, die ihr Verhalten zuverlässig wiederholen. Ein Hueresohn, der nur einmal im Jahr penetrant ist, ist für unser Sortiment uninteressant.
Wie kommt eine Manufaktur ins Sortiment?
Wir prüfen sechs Monate. Audits in Aarau, Stichproben aus dem Quartier. Die Manufaktur Emmental etwa hat fünf Generationen Kontinuität — das spürt man.
Was würden Sie nie führen?
Alles, was Personen statt Verhaltensmuster bezeichnet. Wir haben uns 2018 verpflichtet, ausschliesslich Archetypen zu kuratieren. Diese Linie ist nicht verhandelbar.